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elumatec AG ist Preisträger des ADAMAS AWARD 2017

Mühlacker / München / Ratingen. Am 19. Januar 2017 war es wieder soweit. Auf der BAU in München konnte mbz-Chefredakteur Karl Ruhnke-Lierenfeld den ADAMAS AWARD 2017 an Ralf Haspel den Vorstand der elumatec AG überreichen. Zahlreiche Gäste hatten den Termin vorgemerkt und nutzen die Gelegenheit dem diesjährigen Preisträger gleich an Ort und Stelle zu der begehrten Auszeichnung zu gratulieren. Zu den ersten Gratulanten gehörte sowohl die elumatec Aufsichtsrätin Britta Hübner als auch Achim Rudolph und Karsten Tiemeyer, Vorstandsmitglieder der Orgadata AG, die bereits im Jahr 2012 den ADAMAS AWARD entgegen nehmen konnte.

Der „ADAMAS AWARD“ ist eine besondere Auszeichnung. Er zeichnet Unternehmen aus, die durch ihre beispielhafte Unternehmenskultur Zeichen setzen. Gewürdigt wird die gemeinsam erbrachte Leistung von Mitarbeitern und Führungskräften und der daraus hervorgehende gemeinsame Erfolg des Unternehmens. Wesentliche Grundlagen für die Entscheidung über die Vergabe ist die Bewertung der sogenannten „Soft Skills“ wie z.B. die Teamfähigkeit von Mitarbeitern und Führungskräften und deren Motivation. 

Der „ADAMAS AWARD“ hebt nicht auf eine spezielle Spitzenleistung ab, sondern zeichnet das Unternehmen und alle Mitarbeiter als Gemeinschaft von Leistungsträgern aus, wobei immer ein besonderes Augenmerk auf den verantwortlichen Führungskräften liegt. In seiner Laudatio ging Chefredakteur Karl Ruhnke-Lierenfeld auf die Aspekte ein, die der Verleihung an die elumatec AG zugrunde liegen.

„Die Gerüchte verdichten sich. Für den Nachmittag ist eine Betriebsversammlung anberaumt worden. Die Stimmung in der überfüllten Turn- und Festhalle in Mühlacker-Lomersheim ist angespannt: Über 400 Mitarbeiter warten auf Informationen. Am 26. Juli 2013 wurde es dann amtlich: Das 1928 gegründete schwäbische Traditionsunternehmen hatte am Vormittag Insolvenz angemeldet. Die Verunsicherung der Belegschaft ist allgegenwärtig. Der Insolvenzverwalter redet nicht um den Ernst der Lage herum, macht aber zugleich den elumatec Mitarbeitern auch Hoffnung.

Er sei sehr zuversichtlich, eine langfristig tragfähige Lösung für die Mitarbeiter am Standort Mühlacker und für die Unternehmensgruppe zu finden. Er führt seine Zuversicht auf die Tatsache zurück, dass die Ursachen für die Insolvenz nicht im operativen Kerngeschäft von elumatec liegen. Als unmittelbare Maßnahme konzentrierten sich alle Aktivitäten darauf, die Kunden und Lieferanten zu überzeugen, dass elumatec weiter ein verlässlicher Partner ist, der alle Aufträge gewissenhaft und in hoher Qualität ausführen kann. Geschäftsleitung, Betriebsrat und Mitarbeiter arbeiteten gemeinsam an dem Ziel den Insolvenzverwalter unter keinen Umständen Lügen zu strafen. Und der Insolvenzverwalter sollte recht behalten: Schon zwei Monate später teilten er und die elumatec Geschäftsführung in einer weiteren Betriebsversammlung gemeinsam mit, dass die Sanierung des Geschäftsbetriebs gut vorankomme - so gut, dass der Auftragsbestand nach dem Insolvenzantrag sogar gesteigert wurde und dass elumatec seine sämtlichen Aktivitäten im In- und Ausland bereits wieder aus eigener Kraft finanzieren konnte. Auch alle Arbeitsverhältnisse blieben zunächst unverändert bestehen. Die regionale Presse titelte: „450 Mitarbeiter atmen auf“.

Zu jeder Zeit wurden Betriebsrat und Belegschaft von Insolvenzverwaltung und elumatec Geschäftsführung aktuell über die neuesten Entwicklungen informiert. Der direkte Einfluss des Betriebsrats auf das Fortführungskonzept war somit gesichert. Der Betriebsratsvorsitzende und die IG Metall konstatierten, es sei gewährleistet, dass diese im Falle von Personalmaßnahmen „die Belange der Mitarbeiter bestmöglich vertreten“ könnten. Schnell gab es bei elumatec auch wieder richtig gute Nachrichten, denn schon vor der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1.10.2013 suchte elumatec bereits Mitarbeiter für neue Funktionen sowie Auszubildende in verschiedenen Sparten. Ab Oktober war der Betrieb auch wieder in der Lage, alle Löhne und Gehälter aus eigener Kraft zu bezahlen. Nicht verschwiegen werden soll an dieser Stelle, dass im Zuge der Insolvenz der Abbau von rund 50 Arbeitsplätzen schließlich unausweichlich war. Ab dem 1. Januar 2014 wurden die betroffenen Mitarbeiter in einer Transfergesellschaft weiterqualifiziert. Dafür waren als Zeitraum bis zu zwölf Monate pro Person vorgesehen, was der maximal möglichen Befristung entspricht. Das zeigt m. E. eindrucksvoll den verantwortungsbewussten Umgang mit Menschen bei elumatec!

Auch während der Krise verhielt sich Unternehmensführung in puncto Mitarbeiterinformation vorbildlich. Es gab Betriebsversammlungen viele Informationsveranstaltungen, um die Belegschaft über alle relevanten Entwicklungen. Arbeitsgruppen für einzelne Themenbereiche wurden gebildet und auch die rund 300 elumatec Mitarbeiter im Ausland wurden per E-Mail-Newsletter auf dem Laufenden gehalten oder sie wurden in die Firmenzentrale eingeladen. Schon gleich nach der Insolvenz machte sich elumatec zudem daran, seine Außendarstellung zu professionalisieren, die Marke neu zu beleben und sich darüber hinaus ein neues Corporate Design zu geben. Gleich der erste öffentliche Auftritt auf der FENSTERBAU FRONTALE im März in Nürnberg wurde zu einem großen Erfolg, und das neue Messekonzept bzw. -design heimste beim Fachpublikum viel Beifall ein. elumatec’s neuer Gesamtauftritt überzeugte auch die Fachwelt. Da heißt es: „Dynamischer, moderner, klarer, aufgeräumter und vor allem souveräner – aber trotzdem bodenständig und nicht überzogen“. Wahrlich eine treffende Zustandsbeschreibung, auch für das Unternehmen selbst!

Regelmäßige Kommunikation an Kunden und Partner waren für elumatec durchgängig eine Selbstverständlichkeit. Im zweiten Halbjahr 2014 erschien erstmals „360°“, die neue Kundenzeitschrift. elumatec Vorstand Ralf Haspel – damals als Vorstand für Vertrieb und Marketing verantwortlich – schrieb in seinem ersten Vorwort: „Das Vertrauen, das wir von unseren Kunden und Geschäftspartnern in den vergangenen Monaten erfahren durften, hat uns sehr beeindruckt und ist der Antrieb für alle Mitarbeiter, für Sie in Zukunft einen herausragenden Service und neue innovative Produkte anbieten zu können. Daran arbeiten wir täglich, im Wissen, dass es noch ständig etwas zu verbessern gibt.“

„Wir müssen uns gegenüber unseren Kunden weiter öffnen.“ Die auf dieses Postulat Ralf Haspels folgenden ersten elumatec Tech Days im Herbst 2015 waren diesbezüglich die wohl stärkste vertrauensbildende Maßnahme der letzten Jahre: Live-Demos, Maschinenpräsentationen, Werksführungen, Fachsimpeln mit Technik- und Anwendungsspezialisten machten Mühlacker drei Tage lang zum absoluten Hotspot der professionellen Profilbearbeitung. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „stärker und näher als je zuvor“ und lockte rund 800 Besucher aus der ganzen Welt – darunter Alaska, China und Südamerika – in die Firmenzentrale nach Mühlacker. „Antworten und Anregungen“ sollten die elumatec Tech Days den Kunden liefern; die Kunden sollten außerdem die Menschen hinter den Produkten kennenlernen. Ein echtes Highlight, gerade für die Mitarbeiter, denn wann hat man schon so viele Kunden im Haus und erhält unmittelbares Feedback auf die eigene Arbeit?

Vor ziemlich genau einem Jahr, Mitte Januar 2016, machte die elumatec AG dann erneut Schlagzeilen in deutschen und internationalen Medien: „Eine Mutter in Italien“ und „Branchenlösung sichert Kontinuität“, titelten die Zeitungen: Die italienische Cifin-Holding hatte die elumatec Gruppe vollständig übernommen. Zum Portfolio der Cifin gehört neben Keraglas, Tekna und mit Emmegi ein Unternehmen, das wie elumatec Maschinen, Anlagen und Software für die Bearbeitung von Aluminium-, Stahl- und PVC-Profilen produziert. Die Transaktion galt nach Ansicht aller Beteiligten als weiterer wichtiger Meilenstein und hervorragender Aufsatzpunkt, um fit zu werden für eine gute und erfolgreiche Zukunft. Die damalige Vorstandsvorsitzende Britta Hübner sagte im Januar: „Unser Sanierungskonzept ist voll aufgegangen. Dadurch konnte elumatec wieder mit voller Kraft und ohne Belastungen aus der Vergangenheit auf dem Weltmarkt agieren.“ Auch nach der Integration in die Cifin agiert elumatec als größtes Unternehmen innerhalb der Gruppe weiterhin eigenständig. Im Juli 2016 übernahm Ralf Haspel den Vorstandsvorsitz der elumatec AG.

Im November 2016 schlossen elumatec und IG Metall erstmals einen Haustarifvertrag ab. Nach konstruktiven und fruchtbaren Verhandlungen bzw. Abstimmungen zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat wurde mit dieser Vereinbarung eine faire Grundlage für ein gleichberechtigtes Miteinander geschaffen. Es spricht für die intakte Unternehmenskultur im Haus, dass die Beteiligten einhellig das „gute Arbeitsklima“ während der Verhandlungen loben. Es soll natürlich nicht verschwiegen werden, dass die Verarbeitung der Insolvenz ein lang andauernder Prozess ist. „Den Wandel, den wir so erfolgreich nach außen vollzogen haben, auch nach innen umzusetzen“, so sagte mir Ralf Haspel, „das war und ist eine herausfordernde und schwierige Aufgabe“. Die über Jahrzehnte etablierten familiären Strukturen aufzubrechen, die vormalige starke Zurückhaltung gegenüber der Öffentlichkeit zu überwinden, Transparenz zu schaffen, neue Recruiting-Anforderungen umzusetzen, kurz: den damit verbundenen Change-Prozess zu leben und durchzuziehen, die Kollegen abzuholen und mitzunehmen – das sei alles andere als ein einfacher Job! Es sei einerseits eine Freude zu sehen, wie viele Kollegen in den letzten drei Jahren „aufgeblüht“ seien und sich zu wahren Leuchttürmen des Unternehmens entwickelt hätten; andererseits habe unter den Mitarbeitern nach der Insolvenz natürlich große Unsicherheit geherrscht. Der Verkauf der Firma wurde von Einigen kritisch beäugt, und mancher Kollege müsse sich noch an den veränderten Stil der neuen Führung gewöhnen. Aber, so Ralf Haspel, „wie wir mit unseren vielen Initiativen und Maßnahmen der letzten dreieinhalb Jahre gezeigt haben: Jetzt geht es nur noch in eine Richtung!“

Unter der Führung des neuen Managements mit Ralf Haspel an der Spitze geht es für elumatec jetzt darum, die Integration in die Cifin-Gruppe weiter voran zu treiben und Synergien zu nutzen. Die Zusammenarbeit wird von den Beteiligten als sehr gut und partnerschaftlich bezeichnet, auch wenn es gelegentlich, wie mir Herr Haspel augenzwinkernd zuraunte, „kulturelle Unterschiede bei der Lösungsfindung“ gebe.

Die Entwicklung neuer Produkte und Services schreitet weiter im Eiltempo voran: Zu den aktuellen Innovationen gehört die neue Softwareproduktgruppe „eluCLOUD“. Sie bietet erstmals in der Branche neue Dienstleistungen und Services für den Kunden im Zusammenspiel mit den elumatec Maschinen. Dazu gehören umfassende Maschinendatenerfassung und -auswertung für noch mehr Komfort im Bereich Service und Wartung. Der Kunde erhält direkt auf der Maschine oder im Büro eine Übersicht der erhobenen Daten. Zur Innovationsstrategie gehören auch zahlreiche weitere Maschinenupgrades – ob neue Steuerungsgeneration beim SBZ 151, oder die komplett neu überarbeitete Baureihe SBZ 130/131, die erst vor wenigen Wochen fertig wurde. Viele Detailverbesserungen einerseits und komplette Neuentwicklungen im Jahresrhythmus sprechen für die fast schon „Besessenheit“ dieses schwäbischen Traditionsunternehmens, seine Produkte und Services immer weiter und weiter für seine Kunden zu optimieren. Bis 2021, so das ehrgeizige Ziel, will elumatec so seine komplette Produktpalette auf den Kopf gestellt und um etliche neue Highlights erweitert haben.

Heute hat die elumatec AG Tochtergesellschaften und Händler in über 50 Ländern, ist für über 28.000 Kunden tätig und beschäftigt weltweit 720 Mitarbeiter.

Ralf Haspel und Karl Ruhnke-Lierenfeld

Ralf Haspel, Vorstandsvorsitzender der elumatec AG zusammen mit mbz Chefredakteur Karl Ruhnke-Lierenfeld mit dem ADAMAS AWARD 2017

Karl Ruhnke-Lierenfeld

mbz Chefredakteur Karl Ruhnke-Lierenfeld bei seiner Laudatio

Ralf Haspel

Ralf Haspel bedankt sich für den ADAMAS AWARD. Er bedankt sich auch bei allen Mitarbeitern und Kollegen für ihren Einsatz und ihr Engagement. Haspel widmet den ADAMAS AWARD ganz im Sinne der Auszeichnung den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der elumatec AG, „die wesentlich dazu beigetragen haben, das diese Traditionsfirma in eine erfolgreiche Zukunft blicken kann“.


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